Schwarzstorchschutz Deutschland
Beringungsprojekt - Carsten Rohde
Deutsche Schwarzstörche
Ausländische Schwarzstörche
Deutsche Schwarzstörche

Auswahl "Deutsche Schwarzstörche"

Seit Projektbeginn im Jahr 2005 wurden bis einschließlich 2009 in Deutschland zusammen 271 nestjunge Schwarzstörche beringt. Mit Stand vom 01.12.2009  liegen bereits 35 Rückmeldungen von 33 verschiedenen Ringvögeln vor. Bezogen auf die Ringvögel ergibt dies eine Rückmeldequote von 12 %.

Nachfolgend werden ausgewählte Wiederfunde etwas näher dargestellt.

Klassische SW-Route

Diese Folie zeigt zunächst 12 Rückmeldungen von 11 in Deutschland beringten Jungstörchen, welche die SW-Route zwischen 2005-2009 genutzt haben. Es sind neun Meldungen während des herbstlichen Wegzuges (1. Kalenderjahr), zwei auf dem Heimzug im Frühjahr (2. Kalenderjahr) sowie ein sehr interessanter Überwinterungshinweis eines Jungstorches in SW-Spanien (Guadalquivir-Region, siehe auch nächste Folie).

 

Zugverhalten via SW-Route

Hier ein interessantes Beispiel über den Wegzug von Nestgeschwistern aus dem Jahr 2006. Die Jungstörche wurden am 19.06.06 in Mecklenburg-Vorpommern beringt. "TF9" wurde drei Monate später am 21.09.06 in Westfrankreich geschossen - während "TF7" fast zeitgleich am 20.09.06 zunächst in NE-Spanien beobachtet und dann schließlich am 07.12.06 im Guadalquivir-Tal (Reisfelder) abgelesen wurde (wichtiger Hinweis auf einen Überwinterungsversuch in Europa).

Zugroute via SE

Bislang liegen zwischen 2005-2009 fünf Nachweise von deuschen Schwarzstörchen mit einer Nutzung der SE-Route vor. Vier Schwarzstörche stammen aus Mecklenburg-Vorpommern mit Rückmeldungen aus Ungarn (n=2) sowie Israel (n=2). Ein Schwarzstorch wurde in Hessen beringt mit einer Rückmeldung ebenfalls aus Ungarn. Dieser hessische Jungstorch wurde zusammen mit einem Jungstorch aus Mecklenburg-Vorpommern in Ungarn beobachtet!

 

Dismigration

Diese Folie zeigt ein sehr interessantes Dismigrationsverhalten von fünf Jungstörchen aus dem Jahr 2008. Der tschechische Schwarzstorch "61TW" trifft sich mit dem hessischen Jungstorch "TN2" und dem thüringischen Jungstorch "TL5" an der Elbe bei Rogätz. Außerdem wandert "TN4" (Geschwister von "TN2") noch weiter nach NE bis Prenzlau. Es ist nicht außergewöhnlich, dass die Jungstörche - bevor sie ihre eigentliche Zugroute einschlagen - unmittelbar nach dem Verlassen ihrer Geburtsplätze zunächst nordöstliche oder nordwestliche Dismigrationsrouten auswählen.

 

Inzwischen liegen auch schon die ersten vier Todfunde beringter Schwarzstörche vor (alles Jungstörche).

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